Dazu die MOZ:
Frankfurt/Slubice (MOZ) Wer derzeit zum Tanken über die Oder fährt, um dabei wie gewohnt ein Preisschnäppchen zu machen, reibt sich vielleicht verwundert die Augen. Für Diesel zahlt man im Nachbarland seit dieser Woche den gleichen Preis wie in Deutschland. “Auf Diesel wird bei uns seit Kurzem eine Ökosteuer von 20 Groszy je Liter erhoben”, sagte ein Tankwart aus Slubice am Freitag zur Begründung.
Wer nicht mit Bargeld, sondern mit einer Karte bezahlt, kommt an einigen Tankstellen östlich der Oder sogar noch schlechter als hierzulande weg. Denn mancherorts – allerdings nicht überall – wird bei der Kartenzahlung eine Zusatzgebühr erhoben, die man allerdings nur anhand des Kassenzettels oder durch vorheriges Nachfragen ermitteln kann.
Wer dagegen Euro in einer Wechselstube in Zloty tauscht, sollte auch auf den genauen Kurs achten. In Slubice betrug die Spanne am Freitag von 4,20 bis 4,23 Zloty für einen Euro. Dieser aus deutscher Sicht ungünstige Wechselkurs trägt zur Verteuerung des Sprits mit bei. Denn noch vor wenigen Wochen erhielt man bis zu 4,50 Zloty für einen Euro. Entsprechend geringer fällt der Vorteil für deutsche Tanker auch beim Benzin aus. Während man am Freitag beim polnischen Super-Benzin im Vergleich zum deutschen E10 rund 15 Cent je Liter sparen konnte, waren es im Dezember noch über 30 Cent.
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Der Bürgermeister der ostpolnischen Stadt Rzeszow verlangte in einem Protestschreiben an Regierungschef Donald Tusk, dass die Verbrauchssteuer auf das Benzin gesenkt werden müsse. Tusk entgegnete, dass der Sprit für polnische Verhältnisse zwar teuer sei, innerhalb der Europäischen Union aber mit am billigsten. Polen erhebe lediglich die in der EU vorgeschriebene Mindeststeuer auf Kraftstoffe. Trotzdem sind die Preise für Diesel und Benzin östlich der Oder in den vergangenen vier Jahren um rund ein Drittel angestiegen.